Exorzismus

Requiem” mit Sandra Hüller gesehn. Da kam eine Menge kalter Kaffee hoch. Ich meine, diese Geschichte aus den 70ern damals in der Zeitung gelesen und mich gewundert zu haben, daβ sowas in D noch möglich war. Später dann Mitakteur im eigenen Grusical. Die Szene, in der der Freund die abgedrehte Michaela bei den Eltern abliefert – genau so. Und an der Tür bekam sie erstmal 1 Ohrfeige. AUWAU! Autoritäre Patriarchen, dumme Mütter, die mit egozentrischem Gefühlsleben ihren Kindern keinen Raum für unabhängige Entwicklung gaben, der ganze Mief der 60er Jahre, nur wissen, daβ etwas nich stimmt, aber nich was, keine Möglichkeiten, sich zu befreien, sich langsam freikämpfen – dabei immer gefährdet. Dann der törichte Glaube, alle psychische Verwirrung sei sozial bedingt – und die bösen Folgen. Ob Kinder es heute leichter haben? Vielleicht sind es jetzt die Medien, die sie fesseln und verwirren.

Der Hohn der Geschichte: Nun lebe ich in einer Region, wo die Existenz des Teufels und dessen Exorzismus zum Alltag gehören. Nicht von Katholiken sondern von durchgeknallten Protestanten praktiziert. 1 Film, den man gesehen haben sollte, den man kein zweites Mal sehen kann, und den man den Christen hier zwangsweise vorführen sollte. Wahrscheinlich würden sie ihn gar nicht verstehen, sondern sich noch bestätigt fühlen.

Ein Gedanke zu „Exorzismus

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