Tane und Vahine – Mann und Frau

Es wurde geboren das Weib, die zur Wonne Geschmückte, so ist ihr Name.
Es wurde geboren der Mann, der Starke, so ist sein Name.
An der Seite des Mannes, in der Lust und der Arbeit und dem Spiel bist du nicht die Geknechtete in der Arbeit und der Liebe, nicht Sklavin und nicht Göttin des Hauses …

Eure Körper sollen einander gehören, wie euch die Früchte und Blumen am Weg gehören …

Wenn ihr als Ehegatten keinen Gefallen mehr aneinander findet, trennt euch ohne Bitterkeit. Oder tretet die zweite Lagerstatt an ein anderes Weib oder einen anderen Mann ab und duldet sie neben euch. Die Vereinigung eurer Seelen aber soll ein Leben lang dauern …

Wonne des Bades. Im Geäst der Bäume sollst du dich verbergen und den Badenden erquickende Früchte zuwerfen …

So hat Taaroa euch geschaffen: geschaffen, nicht die harte Arbeit der Erde zu erleiden, vielmehr um auf der fruchtbaren Insel Tahiti das glückliche Leben zu führen, in dem die Mühe in Freude mündet …

Bereitet eure Speisen auf heißen Steinen und bedeckt sie mit großen Blättern: Fische, Spanferkel, Brotfrüchte, Bananenbrei, mit Honig vermischte Früchte. Kommt ein Fremder vorbei, so ruft ihm zu: „Haremai tamaa“, das ist: „Komm, iß mit uns“.

Texte aus Tahiti (Mythen der Maori) mit Holzschnitten von Paul Gauguin, Kiepenheuer 1978

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