Wie man Armut beseitigt

 

Am nachhaltigsten, in dem man die Armen beseitigt. Darum bemühen sie sich meist schon selbst, wie diese Holzfäller in meiner neuen Pala-Plantage (Muskat). Beim Fällen der überalterten Kokospalmen wurde auch noch der einzige alte Pala-Baum beschädigt. Wenn die neuen Muskat-Bäume gepflanzt sind, die schon nach 5 Jahren anfangen zu tragen, werde ich in schätzungsweise 30 Jahren erheblichen Gewinn machen. Dann bin ich 90. Die Arbeiter tragen keinerlei Körperschutz. In 4 Gruppen veranstalten sie mit ihren Stihl-Motorsägen einen Höllenlärm, und wenn sie feststellen werden, daβ sie nicht mehr richtig hören können, wird es zu spät sein. Der junge Helfer ist ebenfalls barfuβ. Er wischt mit einem Blattstiel in unmittelbarer Nähe des Sägeschwerts das Holz vom Staub frei, damit der Mann an der Maschine die Linie sehen kann, die mit einer Schnur und Teer aus alten Batterien auf den Stamm gespritzt wurde. Das Holz wird vor Ort in handelsübliche Balken zersägt, deren Maβe eher einer deutschen Dachlatte entsprechen. Da der Junge den Kopf wegen des Staubes abwenden muβ, bewegt er sich nach Gefühl. Solange die Kette nicht reiβt, funktioniert das auch.

Eine andere Methode ist das Erdrücken und Tottrampeln, das in Indonesien recht verbreitet ist, weil Disziplinlosigkeit zu den PEKAT (penyakit masyarakat = Volkskrankheiten) gehört. Um zu schildern, wie es dazu immer wieder kommt, hat man sogar eine eigene Vokabel: berebut = etwas mit Gewalt wegschnappen, ein Ziel erkämpfen. In der 2.Sure des Koran, genannt „Die Kuh“, die längste und älteste, wird etwas über das Almosengeben ausgesagt, 1 von 5 Säulen des Islam (neben Gebet, Fasten, Pilger-Fahrt und dem Glaubensbekenntnis). „172. Nicht besteht die Frömmigkeit darin, daβ ihr eure Angesichter gen Westen oder Osten kehret; vielmehr ist fromm, wer da glaubt an Allah und den Jüngsten Tag und die Engel und die Schrift und die Propheten, und wer sein Geld aus Liebe zu Ihm ausgibt für seine Angehörigen und die Waisen und die Armen und den Sohn des Weges (dem, der unterwegs ist) und die Bettler und die Gefangenen; und wer das Gebet verrichtet und die Armensteuer zahlt; …“ Die Armensteuer (Zakat) wird normalerweise an den Imam entrichtet (auch in Naturalien), der sie gegen Ende des Fastenmonats an die Armen verteilt. So hörte man in diesen Tagen des Ramadhan, wie per Sehrlautsprecher die Armen der Gemeinde namentlich zur Moschee gerufen wurden. In Pasuruan (Ost-Java) übernahm ein Haji die Verteilung von ~2Euro pro Nase selbst. Daraufhin wurde er von Tausenden überlaufen, die sich in der Art von Tieren die Gabe erdrängeln wollten. Arm sein kann hier schon bedeuten, daβ man kurzfristig mal nicht genug zu essen hat. Aber die Situation ist nicht mit der in Afrika vergleichbar. Ich habe noch von keinem Fall des Verhungerns gehört, jedoch davon, daβ man eher auf Essen verzichtet, als sonntags in der Kirche nicht spenden zu können. Diese Leute wollten etwas umsonst, das ihnen nur wenige Stunden weiterhilft und waren auch nicht alle arm. Berebut! Irgendwie nach vorn kommen auf Kosten des Nächsten, bei jedem Fest zu erleben, wenn zum Essen gebeten wird. Die Leute stürzen sich auf das Buffet und packen, was sie nicht gleich verzehren können, noch in extra groβe Taschen. Das ist dermaβen primitiv und unappetitlich, daβ ich immer erstmal sitzenbleibe und mich später mit den Resten begnüge. In Pasuruan wurden so 21 Frauen totgetrampelt. Die brauchen nun nichts mehr. In der „Manado Post“ behauptete daraufhin ein katholischer Theologe, der sich als Philosoph bezeichnet, daβ hier das Bild der Armut verfälscht wurde, und das Proletariat Opfer der Projektion der Reichen geworden wäre, wie das schon Karl Marx (sic!) beschrieben hätte. Demnach hätten bei einer Stadionpanik die Fuβballspieler schuld. Theologen stehen eben „von vornherein zu allen Dingen schief und unehrlich“, das hat Nietzsche schon richtig gesehen.

Was könnt ihr da drüben nun gegen die Armut tun? Ich weiβ ja, daβ ihr zusammen mit der Bundes-Regierung ständig überlegt, wie ihr uns in der 3.Welt helfen könnt und alle 10 Jahre festgestellt, daβ die Entwicklungshilfe uneffektiv ist und revidiert werden muβ. Erstmal 2 statt nur 1 Muskat-Nuβ kaufen. 1 gleich essen, die andere ins Handschuhfach für alle Fälle. Fairen Kaffee kauft ihr ja sowieso schon. Auβerdem gehört natürlich 1 Kokosnuβ pro Nase auf jeden Gabentisch. Man kann ja ne rote Schleife drummachen. Und nich so viel Reis essen! Der macht dick, und wir brauchen ihn selbst. Wozu habt ihr denn eure Kartoffeln! Und kein Geld schicken, das gibt nur Chaos!

p.s.: In Manado gips jetzt 1 neuen katholischen, ziemlich gotischen Beton-Dom – mit bunten Glas-Fenstern und allem Pipapo. Sowas läβt sich nur erstellen, wenn die Spenden ordentlich bei den Zauberern abgeliefert werden.

3 Gedanken zu „Wie man Armut beseitigt

  1. Ich würde mit, Sicherheitsschuhen der Sicherheitsklasse S5 & Sicherheitshelm der Sicherheitsklasse EDELRID beginnen !Die richtige Einstellung mit Nietsches Buch dem Antimoslem festigen.Angenommen, Du würdest kreatives Schreiben unterrichten – Was würdest Du Deinen Studenten sagen ?" Wie man Armut bekämpft "

  2. Für 1 Kurs „Kreatives Schreiben“ würde ich eher das Zitat von Henry David Thoreau als Thema geben: „Ein Mann ist reich im Verhältnis zur Zahl der Dinge, auf die er verzichten kann.“ „Wie man Armut beseitigt“, wäre etwas für 1 Soziologie-Kurs, denn es geht um logisches Denken:
    1.   Das Bevölkerungs-Wachstum stoppen! Ohne das sind alle anderen Maβnahmen sinnlos.2. Mehr Bildung! Ohne Wissen und Denkfähigkeit kann man sich nicht von religiösem Wahnsinn und allgemein von Dummheit befreien und nicht verstehen, daβ Punkt 1 entscheidend ist. Dafür wird zwar auch Geld benötigt, aber Voraussetzung ist der Wille zur unbequemen Fortbildung. Den Holzfällern fehlt nicht die Schutzkleidung, sondern das Bewuβtsein darüber, daβ es hier Sicherheits- und Gesundheits-Probleme gibt. Deshalb setzen sie das verdiente Geld auch nicht dafür ein, sondern eher für Handphones, Suff, Spiel und Musikanlagen.

  3. Das Bevölkerungswachstum wird in Japan mit Steuern bestraft, die Bildung ist dort hoch, staatliches Sozial -System vorhanden.In Indonesien / Thailand etc.ist das Familien Wachstum eine Alters -Vorsorge, die Bildung dort nieder, staatliches Sozial – System nicht vorhanden.Der eine lebt fremdbestimmt, der andere selbstbestimmt ( Henry David Thoreau ) wenn man das Zitat lebt hat es seinen Preis, reich mit wenigen Dingen zu sein !Die Wilden ( Wirren ) brauchen keine Sicherheitsschuhe – Helm etc. denn bei dem ganzen Ungeziefer und den Temperaturen, ist es am besten nur mit Hose und Schlappen zu Arbeiten, das merkt jeder selbst, der dort mal mitgearbeitet hat.( Effektiv mit wenigen Dingen – strebt man in Deutschland auch schon an ) Da hilft die beste Fortbildung nicht. Was sie mit Ihrem Lohn machen, nennt man in Thailand ( Sanuk – direkten Spass haben ) sie sparen ihn nicht – legen ihn nicht zurück, sondern geben das Geld dafür aus, wie Du es beschrieben hast.( Saufen – Musik – Notruf )Wir bereiten uns auf den Seniorenteller im Sizzler vor, die Wilden verzehren ihn gleich und schauen was sich morgen wieder so ergibt. ( Arbeiten – Saufen – Musik –Notruf )Ein immer wiederkehrender – Kreislauf der Wilden – Wirren.Wir nennen sie so – vieleicht nennen sie uns auch so !Friedrich Nietzsche hat sich in den Wahnsinn gedacht – Charles Bukowskie hat sich in den Wahsinn gesoffen.Marx ist die Theorie und Murx die Praxis. Lass Ihnen das vergnügen, die Welt wachsen zu lassen – die Kirchen sind ja auch dafür. Für die  römisch – katholischen – orthodoxen & buddhistischen Religionen gilt für Mönche und Nonnen ( recht wäre es ihnen für alle ) ja immer noch die Zölibatsverpflichtung. Logisches Denken der 3 Religionen, die Welt vor Übervölkerung & Bildung zu Schützen.Die Moslems vermehren sich dagegen täglich 3mal so schnell wie zb.der Vertrags -Christ. Die warten einfach gelassen darauf das es irgendwann nur noch Moslems gibt,der Rest wird dann dazu gemacht.Frank

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