Heut gips Engel-Suppe

Engelsuppe

Achtung! Dies iss keine Werbung. Nich wie in diesen vadächtigen Buch-Blogs, wo gleich der Preis dabeisteht. Mir deuchtete nur, alle posten üba Essen und Hunde, und da sollte ich es vielleicht auch ma probieren. Man könnte die Themen latürnich leicht kombinieren, aba das iss nich gut für die Statistik.
Also ich bin schon üba 1 Woche allein, hab ebenso lange mit keinem geredet und muß mich selbst ernähren. Letzteres iss wirkrich unangenehm und auch pure Zeit-Verschwendung. Deshalb bevorzuge ich Instant-Produkte: 5min kochen, 2min essen, fertich. Danach kann ich mich zum Mittagsschlaf ausbreiten, was das Beste am Essen iss. Nun sind die hiesigen Fertich-Gerichte so ramschich, daß man damit nich ma Ratten fangen könnte. Auch hab ich mich gewundert, gerade 1 Packung mit Engel gewählt zu haben. Bin ich doch mal online mit einer tantigen Engel-Gruppe aneinandergeraten, die angriff wie ein Starfighter-Geschwader. Vielleicht war es einfach der deutsche Klang des Produkt-Namens. Bei deutschen Besen, an denen ja die Welt genesen soll, muß man allerdings skeptisch sein. Die sind meist in China hergestellt und zerbrechen sehr leicht. Aba hier: „Nahr-Engel GmbH Germany“! Wascheinlich hamse sich gesacht, christliche Suppen lassen sich an die bekloppten Minahasa bessa vakaufen. Das Englisch auf der Packung etwa so holperich wie indonesische Synchronisations-Texte, weil die Packung offensichtlich hier angefertigt worden iss. Ich mich also an die „Chicken Maize Cream Soup“ rangemacht: Zuerst sollte ich 1 Beule in 500ml Wasser hauen. Ich hab es lieba gekocht und nur 450ml genommen, was imma noch zu viel war. Dann hab ich den Müll da reingeschüttet. Warum ich das Produkt dabei anstarren soll, weiß ich nich, jedenfalls kann man es essen oder mit nem Strohhalm trinken, ohne sich übageben zu müssen. Und der Karton enthält noch 2 Suppen, was mein weiteres Übaleben vorerst sichert. E450 iss auch drin und jetz in mir – bessa als E605.

Internet-Kontakt mit Atheisten verboten!

Jano-Kamel

That’s what the government of Saudi Arabia has just declared in a new set of laws passed down by the government’s Interior Ministry with the approval of the Royal family.  Article 1 expressly prohibits “calling for atheist thought in any form or calling into question the fundamentals of the Islamic religion on which this country is based”. Article 4 prohibits communicating atheist opinions via social media, such as Twitter and Facebook, as well as visiting the internet websites of atheist and freethought groups; and Article 6 prohibits “contact or correspondence” with such groups and individuals. Coming from Saudi Arabia, the home country of al-Queda and Islamic Jihad.

Laß uns deshalb ma eine Hatschi-(Gesundheit!)-Tour mit Heinrich von Maltzan (1826-74) untanehmen:
Um nich gleich von vornherein als Ungläubige ermordet zu werden, besorgen wir uns 1 ägyptischen Paß, verkleiden uns als Kamel und schließen uns einer Karawane an, die 1860 nach Mekka wallfährt.
Als wir die heilige Stadt zum ersten Mal aus der Ferne erblicken, fangen wir fürchterlich an zu jubeln, küssen den Wüstensand und schluchzen ein bißchen. Am Tore recken schon die Touristen-Geier ihre Hälse nach uns, umringen uns schreiend und reißen uns fast die Kleider vom Leibe. Bevor man in den Tempelhof eindringen darf, muß man im Innern der Moschee ersma ne Weile rumbeten. Danach geht’s zur Kaaba, die von halbnackten Pilgern umkreist und geküßt wird. Der schwarze Stein sammelt nich nur Wahnsinnige sondern auch deren Ungeziefer. Bei schwerster Strafe isses verboten, den sich in spärlicher Kleidung und Haar und auch sonstwo tummelnden Viechern was zu tun. Ursprünglich soll der Stein weiß gewesen sein, aba die vielen Küsse hat er nich ausgehalten. Wir knutschen also diesen Stein auch ab und reiben unsere Stirn dran, damit alles gut in den Kopf geht. Vom Dach der Kaaba läßt eine goldene Dachrinne goldiges Wasser auf das feuchte Grab eines gewissen Ismael plätschern, Vorläufer eines hiesigen Motorradtaxi-Fahrers, dem meine Frau ma eine gelangt hat.
Außer den ~96cm langen „Fußstapfen Abrahams“ gips da noch einen sprechenden weißen Stein, der das aba nich imma tut. Deshalb berührt man ihn nur mit den Fingaspitzen und küßt danach dieselbigen. Da wird wirkrich viel geküßt. Leida muß man 7x rum um den schwarzen Stein, was nich jeda Pilga übalebt. Die Kaaba iss von einem schwarzen Tuch eingehüllt und bewirkt 7 Wunda: U.a. zieht sie alle Gläubigen an, geht nich kaputt, und die Vögel setzen sich nich drauf (Die paar Tauben oben wern von uns einfach ganich ignoriert.). Außadem paßt sie sich in ihrer Größe dynamisch an die Anzahl der Wahnsinnigen an, und das iss echt 1 Wunda. Sowas würde der Kölner Dom nie hinkriegen.
Damit iss die Pilgerei aba nich übastanden, denn man muß aufer Hauptstraße von Mekka 7x die 400m von einem Ende zum andern rennen, was wie im Tollhaus wirkt. Gelegentlich wird dabei auch einer von den schreienden und keuchenden Läufern übagemangelt.
So, jetz gehn wa aba noch zum Arafa, dem Berg der Erkenntnis, um den Teufel zu steinigen. Zum Glück gips dort viele Erfrischungs-Buden, die Kaffee, Alkohol und Haschisch anbieten. Da Gott auf dem Arafa Mohammed imma erzählt hat, was er als nächstes verbieten soll, hält eina aufem Kamel sitzend 1 Predigt. Bei Sonnen-Untergang wird dann gesteinigt, was 1 gute Übung zur Abwehr von Ungläubigen iss, obwohl das ja inzwischen rationalisiert worden iss: Man gräbt das teuflische Opfer bis zum Hals ein und läßt 1 LKW-Ladung Steine drübaschütten. 3x muß man dem Teufel 7 Steine an den Kopp werfen, was hinterher lange nich so gut aussieht wie bei Timm Ulrichs seiner Aktion „Ego-zentrischer Steinkreis“. Leida kommt es dabei zu einem ziemlich satanischen Durcheinander: Einige Hatschis packen sich an der Kehle, andere bewerfen sich mit den Steinen, so daß Satan gerade hier ne Menge Spaß an Haß und Zwietracht zwischen den sonst ziemlich frommen Pilgern hat.
Nachdem nun alle gesteinigt haben oder sind, schlachten wir noch 5000 Hammel, indem wir ihnen den Kopf nach Mekka drehn und den Hals aufschlitzen, was hinterher zwar schön rot aussieht, uns jedoch so anekelt, daß wir lieba abhauen, bevor jemand entdeckt, daß wir gakein ägyptisches Kamel sind.

Islamischer Faschismus

Selbsttest

Crumb-Krafft-Ebing

Neigen Sie zur Computer- oder Internet-Abhängigkeit?
Die Auswertung.
54 Punkte (von 273):
Sie sind ein intensiver Nutzer des Internet und Ihres Computers. Vermutlich sind Sie auch schon das eine oder andere mal als “Computer-Freak” bezeichnet worden? Natürlich können wir Sie gut verstehen, denn PC und Internet bieten äußerst vieles, dem man nur allzugerne mehr Zeit widmen würde.
Aber – so schön die virtuelle Welt auch immer sein mag, manchmal ertappen Sie sich vielleicht beim Gedanken, daß sie nur ein magerer Ersatz für die Realität ist – in der Sie eigentlich mehr Zeit verbringen sollten. Vielleicht gelingt es Ihnen ja tatsächlich in Zukunft noch etwas öfter als bisher, den Bildschirm abzuschalten und danach einen Spaziergang in der Natur zu genießen oder mit einem Freund oder einer Freundin essen zu gehen – verbunden mit einer möglichst “unvirtuellen” Unterhaltung.
Letztlich ist es doch so: selbst die spannendsten Computer- oder Internet-Sessions können nur selten auch annähernd so aufwühlen (oder glücklich machen) als die Berührung eines anderen Menschen oder auch ein spannendes, tiefgehendes Gespräch – von Angesicht zu Angesicht.

Ich fand diesen Selbsttest, als ich nach Information über die autistischen Schaukel-Bewegungen (Jactatio corporis) meiner ersten beiden Jahrzehnte suchte. Zwar interessant, doch anscheinend isser nich auf intellektuelle Ziegenzüchter zugeschnitten, die auf Pazifik-Inseln mit unregelmäßiger Stromversorgung leben, denn ich hab keine Probleme mit Ersatz-Realität. Was iss denn son „Spaziergang in der Natur“ anderes als Gassi-Gehn für Stadtneurotiker. Gerade solche Schein-Aktivitäten sind doch Zeichen entfremdeten Lebens. Und was die Berührung und das Gespräch betrifft – ich benutze keine Handphones stattdessen.
Ulrich meinte zu meinem Post „Wie konnte das passieren?“, es wäre ein SUPERFOTO, und seine Frau wolle jetz auch glasiert werden. Kannste ma sehn! Da bemüht man sich um Aufklärung und will die Welt retten, und DAS kommt dabei raus. In diesen Spa-Absteigen kann man sogar auf sich rumtrampeln lassen. Für Geld machen die da alles. Wenn einer auf irgendwas rumtrampelt, dann bin ICH das. Neben den modisch-obskuren Mittelchen, die man irgendwo hingeschmiert bekommt, iss Massieren hier DAS Heilmittel. Gegen Knochenbrüche, Herzinfarkt, Brustkrebs. Wenn die Wilden nich wissen, was sie wogegen tun können – massieren iss imma richtich.

Comic „Psychopathia Sexualis“ von R. Crumb, 1985